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Erfolg auf Pump: Die spanische Fußball-Blase

Insgesamt stehen die spanischen Profiklubs derzeit mit mehr als 3,5 Milliarden Euro in der Kreide. Die Medien sprechen bereits von der „spanischen Fußballblase“. Die Situation ähnelt der des Immobilienmarkts, der vor drei Jahren zusammenbrach, weil die Preise astronomische Höhen erreicht hatten.

Immobilien gehen nicht einmal mehr zum halben Preis weg. Und sind immer noch überteuert. In ein bis zwei Jahren werden wohl 20 - 25 % des ursprunglichen Preises bezahlt werden.

Ähnlich könnte es auch bald im spanischen Fußball aussehen.

Bayern München geht einen anderen, seriösen Weg: Lieber nur Viertelfinale, statt Pleite!

Trotzdem erreichte man das Endspiel in der Champions League und ließ die hochverschuldeten spanischen Vereine Real Madrid und FC Barcelona hinter sich.

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09.07.2010

Primera División in der Schuldenfalle: Ligakrise dämpft spanische WM-Euphorie

Die spanische Fußball-Nation feiert seine WM-Helden in Südafrika, doch in der Heimat kriselt es währenddessen. Nachdem einige Vereine der Primera División bereits in den vergangenen Jahren mit roten Zahlen Schlagzeilen schrieben, gerät jetzt selbst der Meister FC Barcelona in finanzielle Schwierigkeiten.

Der FC Barcelona, aktueller Meister der Primera División, ist offenbar in finanzielle Schwierigkeiten geraten. 150 Mio. Euro fehlen dem Klub, der mit der Zahlung der Spielergehälter bereits in Verzug geraten ist.
Sportliche Erfolge auf Pump

Der FC Barcelona galt bislang als einer der wenigen wirtschaftlich solide geführten Vereine auf der iberischen Halbinsel. Dass nun auch „Barça“ seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, zeigt, dass die finanzielle Schieflage die ganze Liga erreicht hat. Insgesamt stehen die spanischen Profiklubs derzeit mit mehr als 3,5 Mrd. Euro in der Kreide. Die Medien sprechen bereits von der „spanischen Fußballblase“. Die Situation ähnelt der des Immobilienmarkts, der vor drei Jahren zusammenbrach, weil die Preise astronomische Höhen erreicht hatten.

Auch im spanischen Fußball könnte die Zeit der Rekorde bald vorbei sein: Jahr für Jahr steigen die Ausgaben – meist auf Pump. Gerade die kleinen Vereine übernehmen sich, um mit den Spitzenteams mithalten zu können. Barcelona steht noch relativ gut da, weil dank treuer Fans in einem großen Stadion und sportlicher Erfolge bislang genügend Geld zurückfließt. Vergangene Saison überholte der spanische Meister gar Real Madrid als einnahmestärksten Klub der Welt. Der Umsatz stieg auf 445 Mio. Euro, dabei betrug der Nettogewinn neun Mio. Euro.

Eigentlich kein schlechtes Ergebnis, doch die Bilanz steht auf tönernen Füßen: Der größte Ausgabenposten sind die Spieler – und hier liegt das Problem. Der FC Barcelona gab für Gehälter, Prämien und Ablösesummen mehr als 300 Mio. Euro aus. Dadurch haben auch die Kosten Rekordniveau erreicht: Sie legten um 18 Prozent auf 429 Mio. Euro zu – und sind damit weit stärker gewachsen als die Einnahmen.

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